Rauh- und Saftfutter

Rauhfutter

Heu ist die wichtigste Futtergrundlage für das Pferd. Besonders die Qualität trägt zur Gesunderhaltung bei. Heu hat eine hohe Trockensubstanz, die wasserfreie Substanz im Futtermittel, und dient der Sättigung.

Stroh kann als Ergänzung zum Heu angeboten werden. Der sehr geringe Eiweißanteil ist für leichtfüttrige Pferde sehr von Vorteil. Zudem enthält Stroh Energie und fördert die Verdauung.

Luzerne wird gerne Sportpferden und laktierenden Stuten gefüttert. Es hat einen hohen Proteingehalt und ein gutes Ca:P Verhältnis. Luzerne sollte als Pelletform gefüttert werden. Studien fanden heraus, dass Häcksel (>2mm) häufig Läsionen an der Magenschleimhaut hervorrufen.

Saftfutter

Silage/Heulage sollte am besten gar nicht an Pferde verfüttert werden. Die hohe Anzahl an Milchsäurebakterien können vom Pferd nicht verstoffwechselt werden. Die Folge ist eine überlastete Leber, die die überschüssigen Giftstoffe im Bindegewebe und in den Sehnen ablagert. Silage kann Krankheiten wie z.B. Mauke, Kotwasser, Hufabzesse oder Magen- Darmbeschwerden hervorrufen.

Gras hat eine sehr geringe Trockensubstanz. Daher müssen Pferde die im Sommer 24 Stunden auf der Weide stehen, viel Gras zu sich nehmen um satt zu werden (ca. 3-5 kg/Stunde). Wichtig ist die Art der Gräser. Deutsches Weidelgras sollte vermieden werden. Eine gute Mischung wäre z.B. eine Knaulgrasmischung (17% Wiesenlieschgras, 10% Wiesenrispe,  23% Rotschwingel, 40% Knaulgras, 10% Kräuter).